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Kaffee Getränkeautomaten liefern Rohstoffe für Pilzzucht, Kleidung und Kohle

Dass Kaffeepulver verschiedene positive Auswirkungen hat, weiß man schon länger. Als Beimischung in der Blumenerde verbessert es das Wachstum verschiedener Toppflanzen, im Kompost regt es die Regenwurmtätigkeit an und im Kühlschrank bindet es unangenehme Gerüche.

Bisher waren die Verwendungsmöglichkeiten im kommerziellen Bereich allerdings eher gering, da das Pulver aus Getränkeautomaten im Privathaushalt und eher in geringen Mengen anfällt.

Mit der steigenden Verbreitung der Coffee-Shops allerdings könnte sich die Situation bald ändern. So eine Kaffee-Filiale produziert mit ihren Getränkeautomaten Tag für Tag eine beträchtliche Menge Kaffeepulver - je nach Größe und Umsatz der Filiale können das schon mal 10-15 Eimer sein.

Inzwischen wuchern in immer mehr feuchten Kellern weltweit Pilze auf Kaffeesatz - chinesische Wissenschaftler legten 1994 mit einer Studie die Grundlage für die urbane Pilzzucht - und essbare Pilze wie Seitlinge, Shiitake und andere Sorten gedeihen seither prächtig auf den Abfällen der Kaffe Getränkeautomaten.

Eine andere Idee für die Verwertung des braunen Pulvers kommt ebenfalls aus Asien. Der Hersteller von Funktionstextilien Singtex erzeugt daraus Trikots, Shirts und sogar Teppiche. Aus der Idee, seinen Kühlschrank mit Kaffeepulver vor unangenehmen Gerüche zu schützen, entwickelte der Singtex-Inhaber die Möglichkeit, aus entöltem Kaffeepulver und PET-Flaschen Polyester herzustellen. Diese Synthetikfaser mit dem Schuss Kaffeepulver nimmt den Geruch von Schweiss, Zigaretten und andere Gerüche viel weniger an als normales Polyester - ideal für Outdoor und Sportbekleidung.
Bodenbeläge mit Kaffee sollen folgen - das Koffein beugt einem Mottenbefall vor.

Das Kaffeepulver aus Pads-Getränkeautomaten wird in der Schweiz inzwischen zu Briketts für den heimischen Ofen und als Brennstoff für Fabriken und Zementwerke verwendet. Wie die Recyclingfirma berichtet, liefert das trockene Pulver mehr Wärme als Holz - und inzwischen ist die Nachfrage nach dem Kaffeeheizzstoff höher als die gesammelte Kaffeesatzmenge.
Ebenfalls zur Energieerzeugung kann Kaffeesatz mit etwas Grünschnitt zusammen eingesetzt werden. Dabei wird über eine mehrstündige Verschwelung Kohle hergestellt - diese kann verfeuert werden oder im Stall ausgestreut zur Bindung von Geruch eingesetzt werden. Vorteil dieses Verfahrens: Es können auch verunreinigte Mengen verwertet werden - während die Pilze und die Textilienhersteller nur sauberen Kaffeesatz wollen.

Getränkeautomaten als Rohstoffquelle - da schmeckt der Kaffee doch gleich nochmals so gut....

 

geschrieben von JMH am 11.08.2013 um 13:18 Uhr.
 
 
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