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Das Konsumverhalten ändert sich - agiert, reagiert oder schläft Vending?

Heutige Konsumenten sind verwöhnte Konsumenten. Und sie kaufen nur dort, wo sie sich wohlfühlen und nur das, was ihnen schmeckt.

Was macht die Vendingbranche mit dieser nicht wirklich ganz neuen Erkenntnis? Oft verpflegt sie nur, interessiert sich für den billigsten Einkaufspreis, den günstigsten Becher und die geringstmögliche Dosierung.
Genau das ist z.B. im rasant wachenden Coffe-to-go Markt kein wirklich guter Ansatz. Denn statt dem Kunden eine "Labberbrühe" für 30 Cent zu bieten, wäre es sicher interessanter, 1 EUR zu verlangen und dafür einen wirklich erstklassischen Kaffee anzubieten - im wertig aussehenden Becher statt im braunen Einheits-Cup. Und höchstwahrscheinlich würde der Kunde diesen Preis auch ohne Probleme bezahlen, wenn er dafür wirklich einen anständigen Kaffee bekäme.

Noch interessanter ist eine weitere Entwicklung. Die Big Player aus der Coffeeshop-Branche, wie Starbucks und Costa (in England) haben damit begonnen, ihren Coffeeshop-Charakter in den Vendingautomaten zu packen, damit ihre Markenwelt und das Wohlfühlambiente zu transportieren und neue Zielgruppen zu erschließen. Nicht mehr immer nur die Betriebsversorgung, sondern Autohäuser, Banken, Tankstellen, Schwimmbäder - überall, wo die Kunden außerhalb der Arbeit sind. Und ganz sicher werden sie dort ihre Marken und Produkte nicht für einen "Appel und nen Ei" anbieten... trotzdem haben billige normale Vendingautomaten am gleichen Standort schlechte Karten....

Was tun?
Zum einen natürlich Ausschöpfen aller Möglichkeiten, um Kunden mehr zu liefern als nur preiswerte Versorgungslösungen. Mehr Service, bessere Produkte, schönere bedruckte Becher mit Deckel, Wasserfiltration für geschmacklich gutes Wasser, möglichst viele Zahlsysteme.
Zum anderen weg vom reinen Rechteck-Automaten - hier ist natürlich zum einen die Industrie gefordert, grundlegende Angebote für die neuen Coffee-Points anzubieten - nicht immer nur einen anders lackierten Kasten mit dem fast gleichen Innenleben. Dann aber auch die Operators, die mehr Service-orientiert arbeiten sollten, neue Zielgruppen erreichen müssen und einfach "buntere, fröhlichere und attraktivere" Lösungen für spezielle Zielgruppen anbieten müssen - neue Abnehmer gezielt angehen und begeistern...

Sicherlich nicht ganz einfach - aber mit offenen Augen und Ohren und einem Mix im Angebot aus den Komponenten klassische Verpflegung, Horeca und Coffeeshop sollte es möglich sein, Kunden zu halten und neue zu gewinnen.

geschrieben von JMH am 15.06.2013 um 21:13 Uhr.
 
 
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