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Altersgerechte Lösungen in der Vending-Branche?

Automaten für die ältere Generation: andere Füllung, andere Technik?

Um das Potential der Automatenkäufer möglichst vollständig auszureizen, genügt es heute nicht, die hippsten Füllprodukte, die coolsten Lifestylegetränke und den voll digitalisierten Automaten zu haben.
Gerade die ältere Generation stellt doch meist andere Ansprüche an die Automatentechnik, die Bezahlfunktionen und die Füllprodukte.

Daher ist es Automatenbetreiber wichtig, sein Zielgruppe zu kennen, zu wissen, wo sie sich aufhält und wie sie am Automaten einkauft.
Klar ist die demographische Entwicklung in Deutschland und Europa: Wir werden durchschnittlich immer älter, leben meist länger und ziehen als ältere Generation wieder gerne weg von den Großstädten in kleinere Orte bzw. sogar aufs Land - wenn die Infrastruktur passt. In Gegenden ohne Infrastruktur allerdings nimmt die Landflucht zu - und wo sich nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, will/kann meist auch kein Senior mehr wohnen...

Die Zahlen jedenfalls sprechen eine deutliche Sprache. Lt. statistischem Bundeamt haben und werden sich die Altersgruppen dramatisch verändern.
1970 machten < 20jährige noch 30% der Bevölkerung aus, > 60jährige nur 20%
2017 gab es nur 17% < 20jährige und bereits 28% > 60jährige.
Und 2060 gehen die Prognosen von 16% < 20jährigen und 38% > 60jährige aus.

Diese Zahlen sind zwar landesspezifisch unterschiedlich, aber tendenziell weltweit gleich - sogar in Ländern wie China nimmt die Zahl der Senioren zu.

Für Automatenbetreiber, Hersteller von Automaten oder Lieferanten von Füllprodukten heißt das: Auf diese Entwicklung hin zu älteren Menschen muss reagiert werden, um nicht eines Tages aufzuwachen und festzustellen, dass über 1/3 der Bevölkerung überhaupt nicht mehr erreicht wird.

Zahlverhalten:
Auch wenn Cashless-Payment stark im Kommen ist, zahlen ältere Menschen doch am liebsten mit Bargeld. Mobile Payment spielt bei der Generation 65+ so gut wie keine Rolle, sie können mit dem `neumodischen Kram´ schlichtweg nichts anfangen.
Für den Automaten heißt das: Bargeld muss nach wie vor als Zahlungsmethode akzeptiert werden, modernere Methoden sollen aber ebenfalls verfügbar sein - und vor allem muss jeder erkennen, dass es verschiedene Möglichkeiten der Zahlung gibt.

Design und Technik der Automaten:
Die Digitalisierung schreitet voran, das wird auch in Zukunft so sein und es soll sogar ältere Menschen geben, die sich mit Computern auskennen und keine Berührungsängste haben. Oft fühlen sie sich aber von der Technik ausgeschlossen. Komplizierte und komplexe Auswahlmöglichkeiten über Smart Vending Machines mit Touch-Displays statt Knopfauswahl, fehlender eindeutiger Beschriftung in verständlicher Sprache, Auswahldisplay statt optischer Erkennung der Produkte ... gerade High-End Automaten  sind meist alles andere als Senioren-freundlich.

Füllprodukte:
Die natürlichen Faktoren des Älterwerdens lassen sich auch bei fitten Golden-Agers nicht verleugnen. Oft sind die Zähne nicht mehr die besten, harte Snacks also nicht optimal. Drüsenfunktion, Blutzuckerregulation, Organfunktionen werden schlechter, daher muss die zugeführte Nahrung verträglicher sein, Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten, die Proteinbilanz berücksichtigen ... Hier ist Qualität statt Quantität gefragt, Natürlichkeit statt Junkfood. Schon- und Diätkost wäre z.B. eine gute Idee für Automaten mit Senioren-Zielgruppe.

Sehr stark zuckerhaltige Getränke, zu bittere und zu saure Getränke (Kaffee?) sind eher weniger gut geeignet.
Gerade auf dem Land sind Outdoor-Metzger-Automaten, Milch-Automaten und Automaten mit landwirtschaftlichen Produkte gut geeignet, um eine  24/7 Versorgung der Menschen zu erreichen und Ältere mit regionalen Produkten anzusprechen.

Was bleibt?
Klar ist, man muss wissen, wer in welcher Gegend bevorzugt am Automaten einkauft und angesprochen werden soll. Klar ist aber auch, man sollte nicht das eine tun und das andere sein lassen - denn dann wird auf jeden Fall Potenzial verschenkt.
Und warum sollte es nicht Automaten-Stationen geben, bei denen über Aufmachung und Branding jeweils eine andere Zielgruppe angesprochen wird - also den `Jugend-Automaten´, den `Familien-Automaten´ und den `Senioren-Automaten´ z.B. ?

geschrieben von JM am 11.01.2019 um 15:29 Uhr.
 
 
 
 
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